BlechschilderDas Blechschild wird auch als Emailleschild bezeichnet und ist in erster Linie ein Werbeschild, das bis Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitet war. Es hat einen transparenten oder opaken Schutzüberzug aus Emaille und wird als Dekoration, Postkarte oder zu Werbezwecken verwendet. Die Blechschilder entstanden in den 1890er Jahren, da zur der Zeit die Industrialisierung stattfand, welche erstmals eine kostengünstige Herstellung ermöglichte. Blechschilder wurden damals schon als Praxisschild und Firmenschild eingesetzt, somit hatten Blechschilder schon damals die Funktion von Werbeschildern. Sie waren gewissermaßen das erste witterungsbeständige Plakat. Vorher wurde Werbung mittels Plakaten aus Papier verbreitet oder direkt auf die Wand gepinselt. Blechschilder wurden in Hinterhöfen oder an Geschäftshäusern platziert, sowohl große als auch kleine Läden gestalteten sich ihr eigenes Emailleschild. Der Maggi Gründer Julius Maggi hat damals Blechschilder im großen Stil verwendet, um seine Produkte europaweit bekannt zu machen. Daraufhin haben viele andere Hersteller ihm nachgeeifert, die Produktion der Blechschilder stieg enorm an. Eines der bekanntesten Blechschilder ist die Weiße Dame von Persil, die 1922 erschaffen wurde. Heute werden Blechschilder kaum noch zu Werbezwecken verwendet, da die Herstellung zu kostenintensiv ist. Zudem wirkt die an Porzellan erinnernde, ein Relief besitzende Oberfläche auf viele Menschen altmodisch. Daher sind Blechschilder heutzutage nur noch in Form von Straßenschildern oder Hausnummern zu finden. In Kneipen oder Gaststätten hängen nostalgisch anmutende Schilder, um eine entsprechende Atmosphäre zu erzeugen. |